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Manufcripten von Privatpersonen und der öffentlichen Presse vorhanden ist;

Da ferner die Naturgeschichte Colorados, wie sie in den veröffentlichten Vorträgen von Naturforschern und durch aufbewahrte Exemplare geschildert wird, blos von Gesellschaften und Mufeen außerhalb dieses Staates, in diesem Lande und in Europa belegen, zu sinden ist;

Da ferner die jetzt so günstige Gelegenheit zur Herstellung eines dauernden Andenkens dieser hauptsächlichsten Elemente unseres Wohlslandes rasch'zu verschwinden droht, so daß in wenigen Jahren sowohl die Männer,welche die Hauptfiguren spielten, als auch das Material für Anlage einer Sammlung außer unserem Bereiche sein werden:

Ta man der Ansicht ist, daß viele werthvolle historische Schriftstücke sowohl wie auch Exemplare aus unserer Naturgeschichte einer entsprechend organisirten Gefellschaft übergeben werden würden; deshalb, und um zur Hebung dieser materiellen Jnteressen beizutragen und zur Errichtung eines Staatsmufeums zu ermuntern,

Sei es verordnet durch die Gesetzgebung des Staates Colorado:

Abschnitt 1. Wennimmer sich in diesem Staate eine Organisation. Staats-historische und naturwissenschaftliche Gefellschaft organisirt, bestehend aus Mitgliedern von Charakter, die Ansehen in diesem Staate genießen, so soll es den Executivbeamten des Staates zur Pflicht gemacht sein, einer solchen Gesellschaft die Räumlichkeiten des Obergerichtshofes oder der Staatsbibliothek behufs Abhaltung ihrer Versammlungen und für andere Zweck' zur Verfügung zu stellen und ihnen dabei Licht und Heizung zu liefern, falls der Gebrauch solcher Räumlichkeiten nicht mit der regelmäßigen Benutzung für welche sie bestimmt sind, in Widerspruch geräth.

Abschnitt 2. Aus irgend welchen im Staatsschatze befindlichen, nicht anderweitig verwillizten Geldern, sei und ist anmit die Summe von fünfhundert Dollars angewiesen, um genannte Gesellschaft in Erreichung der Zwecke derselben, wie sie in der obigen Vorrede im Allgemeinen auseinandergesetzt, zu unterstützen. Jndessen soll kein Theil des anmit verwilligten Geldes als Entschädigung an einen Beamten oder ein Mitglied der Gesellschaft bezahlt werden. Der Staatsauditor soll seine Zah

RSumlichkeiten.

Berwilligung,

lungsanweisuug auf den Staatsschatzmeister ausstellen, wenn ihm von der Gesellschaft zur Zahlung angewiesene, vom Präsidenten and Sekretär derselben beglaubigte und vom Superintendenten des öffentlichen Unterrichtes genehmigte Rechnungen vorgelegt werden.

Abschnitt 3. Genannter Gesellschaft ist anmit untersagt, Verbindlichkeiten irgend welcher Art einzugehen, die über die an UAndlichHand befindlichen und zur Deckung derselben in ihrem Schatze vorhandenen Snmme hinansgehen.

Abschnitt 4. Keine der Bestimmungen dieses Gesetzes soll genannter Gesellschaft zu Gute kommen, ehe sie nicht durch unumstößlichen Beschluß oder Erlaß erklärt hat, daß das Besitz- Um.^°"" recht alles von ihr, entweder durch Kauf, Schenkung oder anderweitig erworbeneu Eigenthumes absolut dem Staate Colorado zuftehen soll, worauf derartiges Eigenthum in den Besitz des Staates übergeht.

Genehmigt am 13. Februar 1879.

Ein Gesetz,

in Bezug auf die Gerichtsbarkeit von Countyrichtern und Countygerichten in Fällen von Einhnltsbefehlen,

Sei es verordnet durch die Gesetzgebung des Staates Colorado:

Abschnitt 1. Kein Countygericht oder Countyrichter in diesem Staate soll einen Einhaltsbefehl irgend welcher Art erlas- Wenn sen, es sei denn, um Verhandlungen und Klagesachen in dem"'°^"' Countygerichte einzuhalten und zu coutrolliren, in welchem der Einhaltsbefehl erlassen wird, oder in Verhandlungen und Klagesachen vor Friedensrichtern in Fällen, wo eine Berufung an ein solches Countygericht eingelegt worden.

Abschnitt 2. Jn Abwesenheit des Distriktrichters darf kein Einhaltsbefehl auf Erlaß des Countyrichters oder County-hs MstrV gerichtes aus dem Distriktgerichte in irgend einem Falle erlassen werden, wodurch in gebieterischer Weise Abhülfe geschaffen werden soll, oder un, Klagesachen und Verhandlungen in irgend einem Distriktgerichte zu beschränken, oder um die Nutznießung oder den Betrieb irgend eines Bergwerkes oder Minenanspruchs zu beschränken.

Abschnitt 3. Alle Gesetze und Theile von Gesetzen, die mit den Bestimmungen dieses Gesetzes im Widerspruche stehen, sind andurch widerrufen.

Genehmigt am 19. Februar 1879.

«in Gesetz,

zur Errichtung der Colorado Irrenanstalt und um Vorkehrungen förderen Anlage zu treffen.

Sei es verordnet durch die Gesetzgebung des Staates Colorado:

Abschnitt 1. Die Colorado Jrrenanstalt ist hiermit zum Zwecke der Behandlung und Herstellung solcher Personen errichtet, die aus irgend einer Ursache geisteskrank werden mögen.

Abschnitt 2. Die Verwaltung genannter Anstalt soll in den Händen eines Superintendenten nnd einer Aufsichtsbehörde von drei Commifsären liegen, die, wie weiter unten beschrieben, gemeinschaftlich volle Machtbefugniß über die Anstalt haben sollen. Der Superintendent und die Aufsichtsbehörde sollen vom Gouverneur ernannt werden, indessen dürfen keine zwei der genannten Commissäre aus dem gleichen Gerichtsbezirk ernannt werden. Der Superintendent soll sein Amt für sechs Jahre inne haben. Die zuerst ernannten Commissäre sollen ihr Amt beziehungsweise für sechs, vier und zwei Jahre inne haben. Hierauf soll jeder Commissär für den Zeitraum von sechs Jahren ernannt werden, so daß immer ein Commissär ernannt wird und für den vollen Zeitraum von sechs Jahren im Amte verbleibt. Der Superintendent hat dem Staate Bürgschaft im Betrage von dreitaufend Dollars zu stellen für ehrliche nnd getreue Erfüllung aller ihm rechtmäßiger Weise vom Gesetze auferlegten Pflichten. Der Superintendent muß ein regelmäßig graduirter Arzt sein und hat seine Wohnung in der Anstalt aufzufchlagen. Er soll einen Jahresgehalt von zweitaufend Dollars, vierteljährlich zahlbar, beziehen. Die Commissäre sollen jeder einen jährlichen Gehalt von sechshundert Dollars, vierteljährlich zahlbar, beziehen und müssen zur Vornahme der Geschäfte der Anstalt jedes Vierteljahr eine regelmäßige Versammlung in der Anstalt abhalten. Der Superintendent und die Aufsichtsbehörde haben solche Verordnungen zur Verwaltung der Angelegenheiten der Anstalt und ihrer Jnsassen zu erlassen und zu veröffentlichen, wie sie durch gemachte Erfahrungen und Beobachtungen als zum Wohle derselben dienlich erachtet werden mögen. Es steht ihnen die Befugniß^u, alle zur Führung der Geschäfte der Anstalt erforderlichen Unterbeamte, Unterbeamten anzuftellen. Der Superintendent soll alle unter den Bestimmungen dieses Gesetzes der Anstalt überwiesenen Personen aufnehmen und entlassen. Die Aufsichtsbehörde soll nicht gehalten sein, als solche zu fungiren, bis die Anstalt zur Aufnahme von Geisteskranken hergestellt ist, ausgenommen wie weiter unten bestimmt. Der Superintendent soll die Errichtung der^^,^^ Anstaltsgebäulichkeiten beaufsichtigen und die Anlagen und Alles was zur Anstalt gehört, sind unter seine Aufsicht gestellt. Er hat sein Amt sofort nach seiner Ernennung anzutreten.

Abschnitt 3. Die Gehalte aller Beamten und Angestellten, die Auslagen für die Anstalt und alle inVebereinstimmung GehÄtk"'mw" mit dem Gesetze für dieselbe eingegangenen Verbindlichkeiten^^"' sollen vierteljährlich vom Staatsauditor verrechnet werden, worauf er Anweisungen für den Betrag an den Staatsschatzmeister ausstellen soll, die aus dem Jrrenfond zu bezahlen sind.

Abschnitt 4. Der Superintendent und Aufsichtsrath sollen alljährlich vor dem ersten December einen Bericht an den G°u?em?ur°" Gouverneur erstatten, worin der finanzielle Zuftand der Anstalt angegeben ist, nebst der Anzahl, dem Alter, Geschlechte, dem Berufe, dem Wohnorte, der Behandlungsweise und dem Besserungsznstande aller vom Tage der Eröffnung der Anstalt, oder des vorhergehenden Berichtes an gerechnet, aufgenommenen Personen. Ebenso irgend welche andere Thatsachen oder Vorschläge, die nach ihrer Erfahrung und Beobachtung sich für das Volk als wissenswerth erzeigen mögen. Der Gouverneur soll diese Be-^ richte veröffentlichen lassen und sie der nächsten gesetzgebenden Berichte. Verfammlung vorlegen.

Abschnitts. Es ist anmit dem Gouverneur zur Pflicht gemacht, sofort nach Annahme dieses Gesetzes den Superinten-Ernenn„,« deuten und Aufsichtsrath der Colorado Jrrenanstalt zu ernennen, G°Äern"eur. worauf es diesem Aufsichtsrathe zur Pflicht gemacht ist, einen mindestens vierzig Acker umfassenden Platz für genannte Anstalt in oder nahe der Stadt Pueblo, im County Pneblo und Staate Colorado, auszufuchen, vorausgesetzt, daß die Bürger von Pueblo Anstalt i" dem Staate das Grundstück für genannte Anstalt zum Geschenke machen. Der Aufsichtsrath ist ferner ermächtigt, bezüglich der

Erwerbung von
Ländereien.

Wasserbedarf,

Besitzrecht des
Staates.

Zeitweilige
Sebäulichkeiten

Jrrensteuer,

Dringlichkeits-
Klansel.

Widerruf,

Auslegung und des Baues genannter Anstalt Ländereien mittels, Geschenk oder anderweitig anzunehmen zum Gebrauche und zur Nutznießung des Staates. Das auszuwählende Grundstück mich berieseluugsfähig sein und darf nicht zu weit von Wasser von guter Beschaffenheit und genügender Menge entsernt sein, um einen dem erforderlichen Gebrauch entsprechenden Vorrath liefern zu können. Wenn ein derartiges Grundstück ausgesucht ist, soll der Aufsichtsrath dem Gouverneur die darauf bezüglichen Thaifachen mittheilen, worauf dieser möglichst bald den Besitztitel im Namen des Staates ausfertigen lassen soll. Genannter Aussicht^ rath kann ein zeitweiliges Gebäude für sofortigen Gebrauch miethen, bauen oder ankaufen. Die Commissäre sollen für ihre hierin angegebenen Dienste jeder die Summe von hundert Dollars erhalten und Meilengelder zum Betrage von zwanzig Ceniö für jede Meile, die sie in der Auswählnng eines solchen Grundstückes zurückgelegt haben. Sobald das Grundstück ausgewähli und das Besitzrecht auf den Staat übergetragen ist, soll der Superintendent entsprechende Zeichnungen und Pläne sür dic Anlagen und Gebäulichkeiten anfertigen lassen und soll zeitweilige Gebäulichkeiten miethen oder aufführen lassen, die möglichst bald für den Gebranch eröffnet werden sollen.

Abschnitt 6. Zum Zwecke der Herstellung und des Unterhaltes der andurch geschaffenen Anstalt soll von allem steuerbaren Eigenthum im Staate, beweglichem sowohl wie unbeweglichem, eine Steuer von einem Fünftel (1-5) eines Mill von jedem Dollar umgelegt und erhoben werden. Diese Steuer soll unter dem Namen „Jrrensteuer" aufgeführt und in gleicher Weise umgelegt und erhoben werden wie andere Staatseinkünfte.

Abschnitt 7. Da die Geisteskranken dieses Staat« gegenwärtig mit großem Kostenaufwande nach entsernten Orten zur Behandlung gesendet werden, wir aber der Ansicht sind, im durch eine baldige Jnkrafttretung dieses Gesetzes den Zwecken der Humanität und dem allgemeinem Wohle des gesammten Volkmöglichst Vorschub geleistet würde, so besteht nach unserer Ansicl« eine Dringlichkeit für sofortige Jnkrafttretung dieses Gesetzenach seiner Annahme.

Abschnitt 8. Alle Gesetze und Theile von Gesehen, du' mit diesem im Widerspruche stehen, gegen dasselbe verstoßen oder mit demselben nicht vereinbar sind, seien andurch widerrufen.

Genehmigt am 8. Februar 1879.

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