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Abschnitt 9. Sollte es sich zeigen, daß irgend welche ^„ An»«° Waaren, bewegliche Habe, beanspruchtes Eigenthum, Guthaben beansprucht, zder Effekten in den Händen eines Sequestrirten befindlich, von irgend jemand Anderem kraft einer Ueberschreibnng durch den Beklagten oder anderweitig beansprucht werden, so soll der Gerichtshof oder der Friedensrichter einem solchen Anspruch Erhebenden m erscheinen und seine Rechte zu wahren erlauben. Der Gerichtshof oder Friedensrichter mag den Fall nach seinem Ermessen, aber nicht über fünf Tage, verschieben, um dem Anspruch Erhebenden solche Kenntniß zu geben, wie vom Gerichte bestimmt werden mag.

Abschnitt 10. Wenn der Anspruch Erhebende sein Erscheinen macht, so kann er, soweit sein Besitzrecht auf das in Frage stehende Eigenthum in Betracht kommt, als ein an der Klage Betheiligter zugelassen werden, und mag als solcher irgend welche Thatsachen, die nicht von dem Sequestrirten angegeben oder in Abrede gestellt wurden, vorbringen und beweisen. Alle derartigen Behauptungen sollen in srüher hierin bestimmter Art und Weise vorgebracht, verhandelt und entschieden werden. Wenn eine solche Person zu erscheinen verabsäumen sollte, nachdem ihr in vorgeschriebener Weise Kenntniß gegeben worden, so soll sie trotzdem, soweit ihr Anspruch in Betracht kommt, in das Urtheil miteingeschlossen werden.

Abschnitt 11. Jedem Sequestrirten soll das Recht zu- Abzug v°n stehen, aus dem in seinen Händen befindlichen Eigenthum, Effekten ^"''""5''"' und Guthaben, alle Ansprüche gegen den Kläger und alle Ansprüche gegen den Beklagten abzuziehen, ob nun fällig oder nicht, die er eingetrieben haben könnte, wenn er nicht als Sequestrirter vorgeladen worden wäre, ob dies nun im Wege eines Ausgleichs bei einem Prozesse, oder bei Urtheilen, oder Vollzugserlassen zwischen ihm und dem Kläger und Beklagten vereinzelt geschehe. Nach Berichtigung aller gegenseitigen Ansprüche zwischen ihm und dem Kläger und dem Beklagten, unberichtigte Schadenersatze für zugefügtes Unrecht oder verursachten Schaden,ausgeschlossen, soll er blos für den Restverbleib verantwortlich sein. Jndessen muß der Wahrspruch oder Befund sowohl wie das urkundliche Urtheil in allen Fällen zeigen, gegen welche Partei ein Ausgleich gestattet wurde, sowohl wie den Betrag desselben, falls ein solcher erlaubt wurde.

Abschnitt 12. Niemand soll als Sequestrirter verantwortlich sein, weil er einen Wechsel gezogen, angenommen, ausNicht verant»

Anspruchsfrei.

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gestellt oder indossirt hat, wenn derselbe noch nicht fällig ist und wortlich. sich in Händen des Klägers befindet, zur Zeit als er sequestrirt oder vorgeladen wurde, oder zur Zeit des Urtheilserlasses.

Abschnitt 13. Das gegen einen Sequestrirten abgegebene Urtheil soll denselben von allen Ansprüchen seitens des Beklagten auf Waaren, Effekten und Guthaben befreien, die kraft eines solchen Urtheils von dem Sequestrirten abgeliefert oder verrechnet wurden.

Abschnitt 14. Wenn eine als Sequestrirter vorgeladene Person entlassen wird, so soll dieses Urtheil den Beklagten nicht verhindern ihn für den gleichen Betrag gerichtlich zu belangen.

Abschnitt 15. Wenn ein Erkenntniß gegen irgend einen Sequestrirten abgegeben wird und es zeigt sich, daß das dem Beklagten zukommende Guthaben noch nicht fällig ist, so soll der Vollstreckungsbefehl nicht erlassen werden bis das Guthaben Mg ist.

Abschnitt 16. Wenn irgend ein Sequestrirter sich im ?o"n Waann" Besitze von irgend welchen Waaren, beweglicher Habe, beanspruchtem Eigenthum oder Effekten, Geld ausgenommen, befindet, das dem Beklagten gehört oder das er an ihn auszuliefern verpflichtet ist, so soll er es, oder soviel davon als erforderlich sein mag, an - den Beamten ausliefern, der den im Beschlagnahmefalle oder im Erkenntniß erlassenen Vollstreckungsbefehl in Händen hat, woraus der Beamte dasselbe verkaufen und den Erlös in gleicher Weise verwenden und verrechnen soll, wie im Falle anderer Waaren und beweglicher Habe, die im Executionswege verkauft werden,

Abfchnitt 17. Sollte es sich herausstellen, daß derartige ?,."w,Ar!"' Waaren, bewegliche Habe, beanspruchtes Eigenthum oder Effekten, schrieben. ^g^oem eines Sequestrirten, überschrieben oder verpfändet

oder in irgend einer Weise für Bezahlung einer Schuld an ihn haftbar sind, so kann der Kläger unter einem zu diesem Zwecke gemachten Erlasse des Gerichtshofes oder Friedensrichters, den dem Sequestrirten schuldigen Betrag bezahlen oder anbieten, worauf dieser die Waaren, bewegliche Habe, beanspruchtes Eigenthnm oder Effekten in oben angegebener Weise an den mit dem Vollstreckungsbefehle betrauten Beamten ausliefern soll.

Abschnitt 18. Wenn die Waaren, bewegliche Habe, bi' als für Geld ansvruchtes Eigenthum oder Effekten zu irgend einem anderen ^°" Zwecke gehalten werden, als dem, um Bezahlung von Geld zu sichern, und'wenn die Vereinbarung, die Bedingung, oder was immer sonst zu geschehen hat, derart ist, daß der Kläger es ohne Beeinträchtigung Anderer vollführen kann, so kann der Gerichtshof oder der Friedensrichter einen Erlaß zur Bollführung durch ihn geben. Nach solcher Vollführung oder nachdem er sich dazu erboten, soll der Sequestrirte die Waaren, bewegliche Habe und Effekten in vorgeschriebener Weise an den mit dem Vollstreckungsbefehle betrauten Beamten ausliefern.

Abschnitt 19. Alle Waaren, bewegliche Habe, bean-^^^ ^ spruchtes Eigenthum und Effekten, welche dem Beamten unterwies° verkaufen irgend einem der beiden vorgehenden Abschnitte zugehen, sollen in gleicher Weise verkauft und veräußert werden, als ob sie unter einem Vollstreckungsbefehle weggenommen worden wären in irgend einer anderen Weise, ausgenommen daß der Beamte aus dem Erlös des Verkaufes dem Kläger den Betrag zurückerstatten soll, den dieser behufs Auslösung des Eigenthums an den Sequestrirten bezahlte, nebst Zinsen darauf, oder er soll den Kläger für irgend eine andere von ihm vorgenommene Verrichtung, wie sie voni Gerichtshofe oder Friedensrichter zum Zwecke der Einlösung des Eigenthums bestimmt worden sein mag, schadlos halten.

Abschnitt 20. Jrgend ein Sequestrirter, der sich weigert oder verabsäumt irgend welche Waaren, bewegliche Habe, bean- «mg?S.' spruchtes Eigenthnm oder Effekten, die sich in seinen Händen befinden, auszuliefern, wenn er von einem Gerichtshofe, Friedensrichter oder Beamten, der sich im Besitze eines Vollstreckungsbefehles befindet, auf welchen hin er es in Empfang nehmen kann, gesetzlich dazu aufgefordert worden, soll, wenn die Verhandlungen vor einem urkundlichen Gerichte stattsinden, wegen Mißachtung desselben belangt und bestraft werden können, oder der Gerichtshof mag ein Erkenntnis? zum Betrage des dem Kläger gegebenen Urtheils nebst Kosten erlassen nnd den Vollstreckungsbefehl auf dasselbe gegen den Sequestrirten ausfertigen lasten. Wenn die Verhandlungen vor einem Friedensrichter stattfinden, so soll er dem Kläger für den vollen Betrag des Urtheils und der Kosten, die dieser gegen den Beklagten erlangte, haftbar sein, und es kann ein Erlaß zu dem Zwecke gegen ihn gemacht werden.

Abschnitt 21. Der Gerichtshof oder Friedensrichter kön ,„ „ nen die Gerichtskosten in irgend einer Sequestration dem Kläger anrechnen, oder aus den sequestrirten Effekten oder Guthaben

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bezahlen lassen, oder durch den Sequestrirten, oder sie mögen, dieselben aus die venchiedenen Betheiligren vertheilen, wie es ihnen angemessen und gerecht erscheinen mag. Ter Sequestrirte ist zu Gebühren berechtigt, wenn er sich nicht sträubt oder Kosten verursacht, salls ein Urtheil gegen ihn abgegeben wird, zum gleichen Betrage wie Zeugen in Civilklagen vor den gleichen Gerichten.

Abschnitt 2Z. Alle Verhandlungen unter diesem Gesetze sollen, wenn dies nicht anderweitig bestimmt, wie andere Rechtsfälle mit oder ohne Zuziehung von Geschworenen verhandelt werden; wenn vor einem urkundlichen Gerichte, dann nach den in urkundlichen Gerichtshöfen üblichen Gebräuchen; wenn vor einem Friedensrichter, dann in der, in diesem Gerichte üblichen Weise. Indessen soll nichts, was in diesem Gesetze enthalten ist, so ausgelegt werden, als ob die eine oder andere Partei gezwun gen wäre, schriftliche Vorträge vor einem Friedensrichter einzu reichen. Wenn in irgend einem Falle die Entscheidung des Gerichtes, des Friedensrichters, oder der Wahrspruch der Geschworenen gegen den Sequestrirten ausfällt, so kann das Urtheil gegen den Sequestrirten zu Gunsten des Beklagten und zum Nutzen und Besten des Klägers abgegeben werden.

Abschnitt 23. Gegen das Urtheil oder den endgültigen Erlaß eines Gerichtshofes oder Friedensrichters kann von irgend einem der Betheiligten an einer Klagesache unter diesem Gesehe Berufung eingelegt werden, in gleicher Weise, wie dies in andern Fällen zu geschehen hat.

Abschnitt 24. Das Wort „Kläger", wie es in diesem Gesetze gebraucht wird, soll den unter dem Urtheil oder Vollzugsbefehl anerkannten Gläubiger meinen; das Wort „Beklagter", den unter Urtheil oder Vollzugsbefehl anerkannten Schuldner! und das Wort „Beamter", den Sheriff, Constabler, oder irgend einen andern Beamten, der mit Ausführung der Befehle des Gerichtshofes oder Friedensrichters betraut ist.

Abschnitt 25. Alle Gesetze und Theile von Gesetzen, im Widerspruche mit diesem Gesetze stehend, seien und dieselben sind anmit widerrufen.

Abschnitt 26. Nach Ansicht der Gesetzgebung besteht die in Abschnitt neunzehn von Artikel fünf der Verfassung vorge

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chene Dringlichkeit; deshalb soll dieses Gesetz unmittelbar nach
?iner Annahme in Kraft treten.
Genehmigt am 21. Februar 1879.

Ein Gesetz,

in Bezug auf Hädeas Orpus,

Sei es verordnet durch die Gesetzgebung des Staates Colorado:

Abschnitt 1. Jedes Countygericht oder jeder County-u»b«s c°r?>u ichter in diesem Staate ist anmit ermächtigt, einen Kabels cor- G«Men!^ )us Befehl ausznstellen in allen Fällen, solchen ausgenommen, n welchen der Bittsteller unter Anklage eines Verbrechens gehalen wird oder gefangen ist, oder in Fällen, wo er auf Urtheil )der Erlaß des Distriktgerichtes hin gehalten wird oder gefangen ist. Indessen soll kein Countygericht oder ein Countyrichter n'nen solchen Befehl erlassen, wenn das Obergericht oder Distriktzericht, oder irgend ein Richter dieser Gerichtshöfe, sich in dem Tounty befindet, in welchem der Befehl erlassen werden soll, oder wenn innerhalb dreißig Tagen, vom Tage an gerechnet, an welchem ein Gesuch um Erlassung eines solchen Befehles eingereicht wurde, ein Termin des Ober- oder Distriktgerichtes in diesem County abgehalten wird.

Abschnitt 2. Wenn irgend ein Countygericht oder ein U zu «lassen Countyrichter einen KäbeÄS corpus Befehl erläßt, so soll er in d°w. gleicher Weise erlassen werden, und alle folgenden Verhandlungen unter und kraft desselben sollen die gleichen sein, wie dies jetzt durch Gesetz vorgeschrieben, und ein solches Countygericht oder ein solcher Countyrichter soll in diesen Verhandlungen die gleiche Macht besitzen, wie sie jetzt gesetzlich dem Obergericht oder Distriktgerichten, oder den Richtern derselben, zustehen. Genehmigt am 14. Februar 1879.

Ein Gesetz,

um die Bildung und Errichtung von einer Staats-historischen und naturgeschichtlichen Gesellschaft zu ermuntern.

Da die Geschichte Colorado's bis jetzt eine ungeschriebene ist

und bis jetzt blos in den Ueberlieferungen oder bruchstückweisen

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