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Gerichtalosten.

Beschränkung.

Abschnitt 5. Wenn bei der Verhandlung ein Urtheil gegen die Klägerin und zu Gunsten des Beklagten abgegeben wird, so soll der Beklagte entlassen und die Klägerin zur Bezahlung der Kosten verurtheilt werden.

Abschnitt 6. Keine Verhandlungen dürfen unter diesem Gesetze eingeleitet werden, nachdem das Kind zwölf Monate alt ist.

Genehmigt am 18. Februar 1879.

Ein Gesetz,

in Bezug auf amtliche Bürgschaften und auf Verbindlichkeiten, die den Countyrüthen gegenüber eingegangen worden.

Sei es verordnet durch die Gesetzgebung des Staates Colorado:

Abschnitt 1. Kein Distrikt-Richter, Distrikt-Anwalt, County-Rath, County-Anwalt, County-Schreiber oder Richter soll hinfür auf einer amtlichen Bürgschaft, die von einem CountyBeamten, Friedensrichter oder Constable in diesem Staate zu stellen ist, als Bürge auftreten.

Abschnitt 2. Kein solcher Beamter soll auf irgend einer Bürgschaft oder Verbindlichkeit, die einem Countyrathe in diesem Staate gegeben wird, als Bürge auftreten. Eine Uebertretung dieses Gesetzes zieht den Verluft des Amtes, das ein solcher Beamter inne hat, nach sich.

Genehmigt am 8. Februar 1879.

Ein Gesetz,

das dem Countyrath die Bollmacht gibt, aufsichtslose Armenkinder unter
Obhut zu stellen oder Kinder zu adoptiren; ferner, betreffs der
Jurisdietion von Distrikt- und County-Gerichtshöfen mit
Bezug hierauf.

Sei es verordnet durch die Gesetzgebung des
Staates Colorado:
DerArmenauf- Abschnitt 1. Die Armenaufseher der verschiedenen
aussichtslose Counties innerhalb dieses Staates können irgend ein Kind, das

Kinder m Obhut ^' s ,

geben, nicht über vierzehn Jahre alt lst und das dem betreffenden County zur Last liegt oder fallen mag, solchen Personen zur Obhut anvertrauen, die der Countyrath dafür bestimmen mag. Dies hat für den Zeitraum von je sechs Monaten zu geschehen, bis das Kind das Alter von achtzehn Jahren erreicht hat, und solches Unterobhutstellen ist von derselben Gültigkeit als ob das Kind sich selbst mit Znstimmung seiner Eltern so unter Obhut gestellt hätte.

Abschnitt 2. Das Alter irgend eines auf diese Weise unter Obhut gestellten Kindes soll ermittelt und in dem Vertrag angeführt werden, und soll ohne weiteren Beweis als das richtige Lebensalter des Kindes angesehen werden.

Abschnitt 3. Wennimmer der Armenaufseher irgend eines Countys ein Kind so unter Obhut stellt, dann hat der Ver-münzen, trag die Bestimmung zu enthalten, daß derjenige, dem das Kind zur Obhut anvertraut wird, für dasselbe in gesunden und kranken Tagen zu sorgen und es mit Nahrung, Kleidung und, wenn nöthig, ärztlicher Hülfe zu versehen hat. Er hat ferner dafür Sorge zu tragen, daß das Kind lesen und schreiben lernt und in den Elementarfächern unterrichtet wird; dies kann in einer öffentlichen oder irgend einer anderen Schule geschehen, worin Alles dies gelehrt wird, und zwar hat das Kind solche Schule für wenigstens drei Monate in jedem Jahre zu besuchen. Alle derartigen Verträge müssen in Duvlicat ausgestellt werden, wovon dem Armenaufseher des Countys ein Exemplar zu überliefern und von ihm dem Recorder des betreffenden Countys zur Aufbewahrung zu übergeben ist.

Abschnitt 4. Die Armenanfseher der verschiedenen Coun- Armenaufie«« ties sollen als Vormünder jeder in ihrem betreffenden County °is Vormund«, unter Obhut stehenden oder in Dienst gegebenen Person betrachtet werden. Sie haben dafür zu sorgen, daß den Bestimmungen des Dienstcontractes nachgekommen wird und daß die unter Obhut gestellte Person human behandelt wird. Der Countyrath hat das Recht, jederzeit sich von der Art und Weise zu überzeugen, in welcher ein derart unter Obhut gestelltes Kind von dem Betreffenden, unter dessen Obhut es steht, behandelt wird, gleichviel ob dem Countyrath eine Beschwerde zuging oder nicht. Es ist demselben anheimgestellt, einen solchen oben erwähnten Vertrag zu widerrufen, falls irgend ein Grund vorliegt, und er kann ein solches Kind entweder Jemanden Anders in Obhut

Widerruf des gebw oder es seinen Freunden zurückgeben; oder der Countyrath »ertrag,. solche thunliche Maßregeln ergreifen, wie dieselben mit

nachfolgenden Bestimmungen vereinbar sein mögen. Der ArBeichwerden menaufseher hat den Countyrath von allen Beschwerden in Kenntvor^An?"^ niß zu setzen, die bei ihm bezüglich unpassender Behandlung von so unter Obhut gestellten Kindern gemacht werden, und ebenso von allen Thatsachen die ihm bezüglich der Vernachlässigung oder Mißhandlung solcher Kinder Seitens der sie in Obhut oder Beaufsichtigung habenden Personen zu Ohren kommen.

Abschnitt 5. Derjenige unter dessen Obhut ein solches BeauMchtigung Kind gestellt ist, ist zu den Dienstleistungen desselben berechtigt und hat die ausschließliche Sorge für dasselbe und Beaufsichtigung desselben während der Dauer des genannten Vertrages. Eltern, die ihre Kinder dem County zur Last fallen lassen, sollen während des Zeitraumes, für welchen solche Kinder so unter Obhut gestellt sind, keine Anrechte auf die Sorge für noch Beaufsichtigung über solche Kinder haben, ausgenommen wenn dem Countyrath genügender Grund vorgebracht wird und nachdem Derjenige, welcher das Kind unter Obhut hat, davon in Kenntnis; gesetzt ist, oder wenn der Grund angegeben wird, weßhalb er nicht so in Kenntniß gesetzt werden kann. Der Countyrath ist ermächtigt betreffenden Falles die Eltern zur Leistung einer entsprechenden Entschädigung an den Betreffenden, unter dessen Obhut das Kind steht, anzuhalten, ehe solche Eltern vom Countyrath eine Anweisung zur Wiedererlangung des Kindes erhalten können.

Abschnitt 6. Dem, Countyrath ist es zur Pflicht gemacht Ch«°tte°r unte°r- von dem Charakter und der Verantwortlichkeit eines Jeden, dem wchen. A^d ^r Obhut anvertraut werden soll, vollständige Einsicht

zu nehmen, und es soll Keinem ein derartiges Kind in Obhut gegeben werden, ehe der Countyrath sich nicht genügend von der finanziellen und moralischen Fähigkeit einer solchen Person, den wirklichen Absichten der Bestimmungen dieses Gesetzes zu entsprechen, überzeugt hat.

Abschnitt?. Der Countyrath (und der Armenaufseherj haben dieselbe Macht und Befugniß ihre Zustimmung zur Annahme «>,°Pli°« °°n Kindesstatt irgend eines Waisenkindes, das dem County zur Watten. Last gefallen ist, zu geben, wie dies unter früheren Gesetzen dieses Staates dem Vormund oder den Eltern zugestanden hat. Der Countyrath soU dieselbe Vorsicht anwenden in Ermittelung des Charakters und der Fähigkeit einer Person, die ein Kind zu adoptiren wünscht, wie in dem Fall, wo ein Kind unter die Obhut einer Person gestellt wird; und es soll ihm serner das Recht zustehen irgend einen Adoptions-Vertrag aufzulösen, wenn es sich herausstellen sollte, daß derselbe zum Nachtheil der so adoptirten Kinder mißbraucht wird.

Abschnitt 8. Durch Vorstehendes ist das Distriktgericht des betreffenden Countys in der Ausübung aller früher besessenen ASU?n» Gerechtsame zum Schutz und zur Aufsicht von Waisenkindern weder E°nnthgenchte. eingeschränkt, noch sind dem genannten Gerichte irgend welche früher innegehabte Rechte entzogen. Dem Distriktgerichte, oder wenn nicht in Sitzung, dem vorsitzenden Richter desselben, sowohl wie dem Countygerichte, oder wenn nicht in Sitzung, dessen Richter, steht zu jeder Zeit die Befugniß zu, gegen irgend ein Unrecht einzufchreiten, das einem unter solcher Obhut stehenden oder adoptirten Kinde, ob Waise oder nicht, zugefügt worden sein mag; sie sollen ferner alle Anordnungen, die auf die Wohlfahrt des Kindes Bezug haben, nach Recht und Gerechtigkeit treffen, und ferner alle zu diesem Zweck nöthig und dienlich erachteten Befehle erlassen.

Abschnitt 9. Jn allen Counties wo keine Armenaufseher bereits bestehen, ist zum Zwecke der Durchführung dieses C°!m«raths Gesetzes der Vorsitzer des Countyrathes von Amtswegen der' Armenaufseher.

Genehmigt am 5. Februar 1879.

Ein Gesetz,

um den berechtigten Wählern des Staates Colorado eine Abänderung von
Abschnitt drei von Artikel zehn der Verfassung des Staates Colo-
rado zu unterbreiten in Bezug auf Einkünfte.

Sei es verordnet durch die Gesetzgebung des
'Staates Colorado:

Abschnitt 1. Den berechtigten Wählern des Staates Colorado soll bei der nächsten allgemeinen Wahl für Mitglieder der Gesetzgebung behufs deren Annahme oder Verwerfung der folgende in Vorschlag gebrachte Zufatz zur Verfassung des Staates Colorado unterbreitet werden, der, wenn er von einer

Mehrheit der darüber Abstimmenden gutgeheißen wird, als ein
Theil der Verfassung zu Recht bestehen soll, nämlich:

Abschnitt drei von Artikel X der Verfassung des Staates Colorado soll so abgeändert werden, um zu lauten wie folgt, nämlich:

Abschnitt 3. Alle Steuern sollen innerhalb der Territo«teuergleichheit rial-Grenzen der die Steuer erhebenden Behörde die nämlichen auf die gleiche Klasse von Gegenständen sein, und sollen nach allgemeinen Gesetzen umgelegt und erhoben werden, welche Gesetze solche Vorkehrungen treffen sollen, die geeignet sind, eine richtige Abschätzung alles Eigenthums, beweglichen sowohl wie unbeweglichen, herbeizuführen. Jndessen sollen Bergwerke und zu Bergbauzwecken benutzter Grund und Boden, in welchem Gold, Silber und andere Edelmetalle gefunden werden, (die Nettoeinkünfte und an der Oberfläche angebrachte Verbesserungen ausgenommen,) für den Zeitraum von zehn Jahren, vom Tage der Annahme dieser Verfassung an gerechnet, steuerfrei sein. Nach Ablauf dieses Zeitraumes können sie, wie gesetzlich vorgeschrieben, besteuert werden. Feiner sollen die Haushaltsgegenstände einer jeden Person, die das Oberhaupt einer Familie ist, zum Werthbetrage von zweihundert Dollars steuerfrei sein. Gräben, Kanäle und Wasserleitungen, die von Einzelnen oder von Gesellschaften geeignet nnd benutzt werden zum Zwecke der Berieselung von Ländereien, welche von solchen Einzelnen, Gesellschaften oder Mitgliedern von solchen Gesellschaften geeignet werden, sollen nicht besonders besteuert werden, so lange sie ausschließlich zu solchem Zwecke geeignet und benutzt werden.

Abschnitt 2. Jeder Wähler, der bei genannter Wahl Abstimmung, seine Stimme abgibt, soll im Stimmkasten einen Zettel niederlegen, auf welchem die Worte geschrieben oder gedruckt sind: „Für den Zufatz"; oder die Worte: „Gegen den Zufatz". Abschnitt 3. Die für Annahme oder Verwerfung des Stimmen,«, genannten Zufatzes abgegebenen Stimmen sollen gezählt und das Ergebniß in der Weise ermittelt werden, wie dies unter den Gesetzen des Staates für die Zählung der Stimmen für den Congreßabgeordneten festgesetzt ist. Genehmigt am 18. Februar 1879.

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