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in anderen Fallen erlassen. Alle Verkäufe unter Beschlagnahmen sollen in gleicher Weise vor sich gehen, wie dies gesetzlich für Verkäufe von persönlichem Eigenthum unter Pfändungsbefehlen stattzufinden hat.

Abschnitt 15. Wenn immer die Schuld unter dem Urtheile vollständig getilgt worden, soll der Constable an den Beklagten oder dessen ermächtigten Sachwalter, auf entsprechendes Verlangen, alles mit Beschlag belegte Eigenthum, das sich unverkauft in seinen Händen befindet, nebst dem Ertrag von irgend welchem verkauftem Eigenthum, der nicht zur Deckung des Urtheils und der Kosten in dem betreffenden Falle verwandt wurde, ausliefern.

Abschnitt 16. Der Beklagte kann zu jeder Zeit ehe das ^^«„° Schlußurtheil in dem Falle gefällt wird, das unter einem Beschlagnahmebefehl weggenommene Eigenthum wieder an sich bringen, wenn er eine weiter unten beschriebene Bürgschaft hinterlegt. Eine solche Bürgschaft soll vom Beklagten an den Kläger ausgestellt werden, von zwei verantwortlichen Bürgen, jeder ein Bürgschaft. Bewohner des County in welchem der Klagefall schwebt, unterzeichnet, und soll in der Weise lauten, daß im Falle der Kläger in dem schwebenden Falle ein Urtheil gegen den Beklagten erhält und die Beschlagnahme nicht aufgehoben wird, der Beklagte an den Constable alles Eigenthum ausliefern will, das unter dem Beschlagnahmebefehl weggenommen wurde, oder wenn er verfehlt dies zu thun, daß er dann dem Kläger den vollen Betrag des mit Beschlag belegten Eigenthumes im Betrage des im Falle erlangten Urtheils und der Kosten bezahlen will. Um z^z^g den Werth des mit Beschlag belegten Eigenthums zu ermitteln, soll der Friedensrichter, auf Verlangen des Beklagten, drei unparteiische Personen ernennen, die zur Abschätzung und Veranschlagung des Werthes des mit Beschlag belegten Eigenthums eingeschworen werden sollen, und die umgehend ihren Bericht über die Abschätzung an den Friedensrichter machen sollen. Nach Einberichtung einer solchen Abschätzung soll die in der hier vorgeschriebenen Bürgschaft festzufetzende, Summe den doppelten Betrag einer solchen Abschätzung ausmachen. Der Friedensrichter soll die Bürgen auf einer solchen Bürgschaft dazu anhalten, sich, wie in anderen Fällen, im doppelten Betrage des abgeschätzten Werthes des mit Beschlag belegten Eigenthumes haftbar zu machen.

Mangelhaste
Aeten.

Befehl zurück» erstatten.

An Sonn- und
Feiertagen.

Mchteinwohner.

Abschnitt 17. Der Beklagte kann gleichfalls zu jeder Zeit ehe zur Verhandlung des Falles selbst geschritten wird, und nachdem er dem Kläger oder dessen Sachwalter mindestens vierundzwanzigstündige Anzeige davon gegeben, beim Friedensrichter einen Antrag auf Aufhebung des Beschlagnahmebefehles stellen, auf den Grund hin, daß der Befehl in ungehöriger Weise erlassen worden, aus irgend einer Ursache, die aus den Acten in dem Falle ersichtlich sei. Nach Anhörung eines solchen Antrages soll dem Friedensrichter die volle Befugniß zuftehen, alle Acten und Erlasse in dem Falle vervollständigen zu lassen, damit den Parteien volle Gerechtigkeit widerfahre. Kein Beschlagnahmebefehl soll in irgend einem Falle wegen Jrrthümern oder Mängeln in der beschworenen Aussage, der Bürgschaft oder der Vorladung aufgehoben werden, wenn auf Ersuchen des Klägers derartige mangelhafte Actenstücke vervollständigt oder neue Schriftstücke an deren Stelle gebracht werden können; die Klage aber soll vor sich gehen, als ob derartige mangelhafte Schriftstücke ursprünglich in richtiger Form ausgestellt gewesen wären.

Abschnitts. Der Constable soll dem Friedensrichter, der den Beschlagnahmebefehl ausstellte, denselben nebst den Vorladungen und einer Bescheinigung seines Verfahrens, das kraft des Befehles stattgefunden, an oder vor dem zur Verhandlung des Falles festgesetzten Tage zurückerstatten.

Abschnitt 19. Wenn der Kläger, oder an seiner Statt irgend eine glaubwürdige Person, vor dem Friedensrichter eidlich erhärtet, daß zur Erlangung genügenden Eigenthumes um das Urtheil zu decken, das erlangt werden soll, es nothwendig würde, an einem Sonntage oder gesetzlichen Feiertage den Beschlagnahmebefehl auszuführen, so soll der Friedensrichter auf den Befehl einen Erlaß eintragen, wonach der Befehl am Sonntag oder an einem anderen gesetzlichen Feiertag zu vollziehen sei.

Abschnitt 20. Wenn in einer beschworenen Aussage angegeben ist, daß der Beklagte außerhalb des Staates Colorado wohne und in diesem nicht gefunden werden könne um ihm die Vorladung persönlich zustellen zu können, oder daß er sich versteckt hält, oder dem Beamten Trotz bietet um einer Vorladung zu entgehen, so soll der Friedensrichter eine Anzeige der Beschlagnahme veröffentlichen lassen, indem er an drei der öffentlichen Plätze in seinem Bezirk drei Anzeigen der Erhebung unter solcher Beschlagnahme, und ebenso den Tag und die Stunde an welchem die Verhandlung des Falles in seinem Amtslokale stattfindet, anschlagen läßt. Wenn der Beklagte dann zu der für Verhandlung der Klage festgesetzten Zeit sich nicht einfindet um den Fall zu vertreten, soll der Friedensrichter den Fall verhandeln und sein Urtheil abgeben, gerade wie in Fällen, wo die Vorladung persönlich erfolgt ist. Jndessen muß eine solche Bekanntmachung mindestens zehn (10) Tage vor dem zur Verhandlung festgesetzten Tage stattfinden. Und serner soll der Constable die Vorladung in solchen Fällen bis zu dem zur Verhandlung festgesetzten Tage in seinem Besitz behalten, so daß, wenn thunlich, die Vorladung noch vor dem zur Verhandlung festgesetzten Tage persönlich erfolgen kann.

Abschnitt 21. Wenn ein Sequestrirter verabsäumt hat dem Constable irgend welches, einem in Beschlagnahmefällen ^^„^^ Beklagten zugehöriges Eigenthum auszuliefern, wenn er, wie in IMerung °°n Abschnitt zehn (10) dieses Gesetzes vorgeschrieben, davon benachrichtigt worden, oder wenn er, wie in Abschnitt eilf (11) vorgesehen, verabsäumt eine Liste des Eigenthums zu geben, nachdem zu Gunsten des Klägers ein Urtheil gefällt worden, so soll es die Pflicht des Friedensrichters sein, im Namen des Klägers eine Borladung an solchen Sequestrirten zu erlassen, worin dieser aufgefordert wird, an dem in der Vorladung festgesetzten Tage, und zur bestimmten Stunde, vor ihm zu erscheinen und den Grund anzugeben, warum nicht ein Urtheil zu Gunsten des Klägers und gegen den Sequestrirten als ein Sequestrirter des Beklagten im ursprünglichen Klagefalle abgegeben werden sollte, und zwar für den Betrag des Urtheils, oder für soviel davon, als noch nicht gedeckt ist. Wenn bei der Verhandlung der Sequestration es sich zeigen sollte, daß der Sequestrirte dem zur Zahlung Verurtheilten Baargeld schuldet, oder irgend welche Gegenstände oder Eigenthum des zur Zahlung Verurtheilten in seinem Besitze hat, soll der Friedensrichter ein Urtheil gegen solchen Sequestrir-MAZ«' ten abgeben für den Betrag solchen Geldes, oder den Werth anderer Gegenstände oder Eigenthums, das sich im Besitze eines solchen Sequestrirten befindet. Jndessen darf das Urtheil den Betrag des gegen den zur Zahlung verurtheilten Schuldners abgegebenen Urtheils nebst Kosten nicht überschreiten. Wenn der Sequestrirte verabsäumt an dem in der Vorladung bezeichneten Tage sein Erscheinen zu machen, oder wenn er verabsäumt, das in seinen Händen befindliche Geld auszuliefern, oder dem

Constable das dem Beklagten gehörige und in seinem Besitze befindliche Eigenthum auszuliefern, so soll ein Urtheil gegen solchen Sequestrirten zum vollen Betrage des gegen genannten Klager gefällten Urtheiles nebst den Kosten in der Klagesache Berufung. abgegeben werden. Eine Berufung an das Countygericht von irgend einem Erlasse des Friedensrichters unter diesem Abschnitte soll zulässig sein.

Verfolgung, Abschnitt 22. Wenn ein Beklagter in Beschlagnahmefällen mit seinem Eigenthume aus dem County entsliehen sollte um der Beschlagnahme solchen Eigenthums, kraft eines gegen ihn erlassenen Befehles, aus dem Wege zu gehen, soll es für den Constable, in dessen Händen sich der Befehl befindet, gesetzlich sein, dem Beklagten nachzufolgen uud das Eigenthum, woimmer er es innerhalb des Staates findet, wegzunehmen und nach dem County zurückzubringen, in welchem die Klage ursprünglich eingereicht wurde.

Abschnitt 23. Nach Ansicht dieser Gesetzgebung liegt Dringlichreits- eine Dringlichkeit vor, deßhalb soll dieses Gesetz mit seiner °" °' Annahme in Kraft treten.

Genehmigt am 8. Februar 187».

Ein Gesetz,

in Bezug auf Bastarde, (uneheliche Geburten),

Sei es verordnet durch die Gesetzgebung des Staates Colorado:

Abschnitt 1. Wenn eine unverheirathete Frauensperson von einem Kinde entbunden wird, das nach dem Gesetze als ein kl°ge^°^ uneheliches angesehen und betrachtet werden würde, oder die mit einem Kinde schwanger geht, das, wenn geboren, ein uneheliches sein würde, gegen den Vater eines solchen Kindes Beschwerde einzulegen wünscht, so kann sie eine solche Beschwerde vor irgend einem Friedensrichter desjenigen County, in welchem sie entbunden worden, einreichen, oder im Falle das Kind noch nicht geboren ist, dann vor einem Friedensrichter da wo sie wohnen mag, worauf ein solcher Friedensrichter eine Vorladung an den der Vaterschaft Bezüchtigten erlassen soll, die diesem durch den Sheriff oder irgend einen Constable zuzustellen ist, und worauf er sofort vor den betreffenden Friedensrichter gebracht werden ^ladung, soll. Wenn er vor dem Friedensrichter erscheint, soll dieser die Frauensperson in Gegenwart des der Vaterschaft Bezüchtigten in Bezug auf die gegen diesen erhobene Beschuldigung verhören. Das Ergebniß des Verhöres soll zu Papier gebracht werden, und wenn nach Ansicht des Friedensrichters, die Beschwerde wohl begründet erscheint, dann soll der Friedensrichter den Angeschuldigten für sein Erscheinen vor dem nächsten Distriktgerichte des County unter Bürgschaft, mit genügender Sicherheit, im Betrage Bürgschaft, von mindestens fünfhundert Dollars stellen, oder ihn in Ermanglung solcher Bürgschaft in Gewahrsam bringen lassen.

Abschnitt 2. Dem Friedensrichter ist es zur Pflicht gemacht, alle in dem Falle geführten Verhandlungen dem nächsten Verhandlung Distriktgerichte vorzulegen, welches Gericht, auf Verlangen der gericht. Frauensperson, ein Verfahren einleiten mag, zur Feststellung der Thatsache, ob der angebliche Vater der wirkliche Vater des Kindes ist oder nicht. Der Fall soll wie andere Fälle in genanntem Gerichte vor Geschworenen zur Verhandlung gebracht werden, und bei dem Verfahren sollen beide Parteien als competente Zeugen zugelassen werden.

Abschnitt 3. Wenn die Geschworenen ihren Wahrspruch zu Gunsten der Klägerin abgeben, so können sie solchen Schaden- Schadenersatz, ersatz an die Klägerin bestimmen, wie sie behufs Unterhalts des Kindes für angemessen erachten mögen; und sie können die Bestimmung treffen, daß dieser Unterhalt jährlich oder anderweitig für irgend einen Zeitraum, nicht über achtzehn Jahre, bezahlt werde, und das Gericht soll das Urtheil demgemäß abgeben und den Vollzugsbefehl erlassen. Jm Falle die Geschworenen eine jährliche Vergütung bestimmen, dann kann der Vollzugsbefehl alljährlich, von der Zeit an gerechnet, wo das Urtheil abgegeben wurde, für den von den Geschworenen jährlich erlaubten Betrag erlassen werden.

Abschnitt 4. Ein angemessener Betrag der so erlangten Summe soll zur Unterstützung, Erhaltung und Erziehung des Nnd°r?°"^ unehelichen Kindes verwendet werden, und zu diesem Zwecke kann irgend ein Vormund, der für ein solches Kind ernannt worden sein mag, den Betrag, der durch Erlaß eines zu Recht sprechenden Gerichtes festgesetzt wird, verlangen und in Empfang nehmen.

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