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stand, die der Schuldner zur Zeit als die Arbeit und der Tagelohn vorgenommen wurden, hätte bezahlen sollen.

Neuntens—Daß der genannte Schuldner betrügerischerweise die Schuld contrahirte oder einging, oder mittelst falscher Vorspiegelungen oder unter einem falschen Vorwand, oder daß er aus andere betrügerische Weise sich die Gelder, Waaren, bewegliche Habe oder Effecten des Klägers zu verschaffen wußte,—dann kann der Friedensrichter gleichzeitig mit dem Erlasse der Vorladung in dem Falle, oder zu irgend einer späteren Zeit, und ehe das Schlußurtheil in dem Falle gefällt wird, einen Beschlagnahme-Befehl gegen das persönliche Eigenthum des genannten Schuldners innerhalb seines County erlassen, welches Eigenthum nicht gesetzlich vom Pfandrechte ausgeschlossen ist, um dasselbe als Sicherheit für irgend ein Erkenntniß zu halten, das dem Kläger in dem betreffenden Falle zugesprochen werden mag.

Abschnitt 2. Kein Friedensrichter soll einen BeschlagBürgschaft. nahme-Befehl erlassen, ehe der Kläger nicht in seinem Amtslokale eine durch einen oder mehrere genügende Bürgen ausgefertigte, und vom Friedensrichter genehmigte, Bürgschaft gestellt und hinterlegt hat, mindestens zum doppelten Betrage des vom Kläger erhobenen Anspruches, in welcher Bürgschaft die Bedingung enthalten sein muß, daß der Kläger dem Beklagten jeden Schaden und alle Kosten ersetzen muß, die dem Beklagten aus der Beschlagnahme erwachsen, wenn dieselbe ungerechterweise erlangt wurde.

Abschnitt 3. Der Beschlagnahme-Befehl soll an irgend Beschlagnahme- einen Constable des betreffenden Countygerichts gerichtet und an Befehl. ausgeliefert werden, und soll ihn beauftragen, die Waaren,

bewegliche Habe, Actien oder Theilhaberschaft an Actien, Anrechte, Guthaben, Gelder und Effecten des Beklagten in seinem County, die nicht gesetzlich vom Pfandrechte befreit sind, oder einen genügend großen Theil derselben, um die Ansprüche des Klägers zu decken, die in der beschworenen Aussage angegeben, sowie die etwaigen aus der Klage entstehenden Kosten, mit Beschlag zu belegen.

Abschnitt4 . Es können Klagen begonnen und BeschlagNichtfällige nahme-Befehle in hierin vorgeschriebener Weise erlassen werden, auf Schulden und Verbindlichkeiten, die noch nicht zahlbar sind, wenn in der beschworenen Aussage irgend einer der in diesem Gesetze für Beschlagnahmen erforderlichen Gründe angegeben wird, den ersten, zweiten und dritten ausgenommen. Jndessen soll in allen solchen Fällen, wenn der Grund für die Beschlagnahme nicht erwiesen wird, kein Erkenntniß erlassen und die Klage abgewiesen werden. Ferner soll in allen Fällen, wo unter den Bestimmungen dieses Abschnittes ein Erkenntniß zu Gunsten des Klägers gegeben wird, ein Zinsabzug erfolgen, von der Zeit an gerechnet, wo das Erkenntniß abgegeben wurde, bis zur Zeit, wann die Schuld fällig ist.

Abschnitt 5. Der Kläger, sein Sachwalter oder Rechtsbeistand kann zu irgend einer Zeit vor Verhandlung der Schuld-W°Vm°" frage mittelst beschworener Aussage die Gründe der Beschlagnahme, welche in der beschworenen Aussage aufgestellt worden, auf welche hin der Befehl zu erlassen ist, zur Verhandlung bringen. Wenn bei der Verhandlung der so gemachten Angaben die Richtigkeit einer oder mehrerer Gründe für Beschlagnahme, wie in seiner beschworenen Aussage aufgestellt, durch den Kläger bewiesen wird, so soll die Beschlagnahme aufrecht erhalten werden. Wenn aber bei der Verhandlung der Angaben der Kläger gänzlich außer Stande ist, einen genügenden Grund für die Beschlagnahme festzuftellen, soll dieselbe auf Kosten des Klägers aufgehoben werden. Wenn aber die Schuld zur Zeit der Klage fällig ist, so kann die Klagesache nach Aufhebung der Beschlagnahme zum Austrage gebracht werden, gerade wie in Klagesachen, wo keine Beschlagnahme erfolgte.

Abschnitt 6. Der Beschlagnahme-Befehl soll an irgend einen Constable des County, in welchem die Klage begonnen Mwgnahmewurde, gerichtet sein, und ein solcher Constable soll darin beauftragt werden, eine Abschrift des Befehles dem Beklagten zuzuftellen und soviel von dem persönlichen Eigenthum des Beklagten innerhalb seines County, das dem Pfandrechte unterworfen ist, mit Beschlag zu belegen und in seinem Gewahrsam zu halten, als genügend sein mag, um den Anspruch des Klägers zu befriedigen, (der betreffende Betrag foll in dem Befehle in Uebereinstimmung mit der beschworenen Aussage für die Beschlagnahme angegeben sein,) es sei denn, daß der Beklagte bei dem Friedensrichter die im Befehle angegebene Summe Geldes hinterlegt oder dem Kläger eine vom Friedensrichter zu genehmigende Sicherheit durch mindestens zwei genügende Bürgen gibt, in genügendem Betrage, um das Guthaben nebst Kosten zu decken, oder in einem Betrage, der dem Werthe des mit Beschlag belegten Eigenthums gleich

Was mit Be

kommt. Wenn solche Sicherheit angeboten wird, soll es die Pflicht des Friedensrichters sein, sie anzunehmen, wenn sie genügend ist.

Abschnitt?. Die Anrechte, Actien und Theilhaberschaft, werden kann, welcher der Beklagte in irgend einer Corporation, Actiengesellschaft oder einer Geschäftstheilhaberschaft befitzen mag, nebst den Zinsen und Gewinnen aus denselben sowohl wie auch alle dem Beklagten von irgend einer Person zuftändigen Guthaben, sollen der Wegnahme kraft eines Beschlagnahme-Befehles unterworfen sein, und können, wenn das Urtheil zu Gunsten des Klägers ausfällt, behufs Deckung des Urtheils und der Vollzugskosten verkauft werden.

Befehl, wie aus. Abschnitt 8. Der Constable, dem der Befehl zugestellt zuführen. worden, soll denselben ohne Aufschub ausführen, und wenn der

Betrag nicht hinterlegt oder die oben vorgeschriebene Sicherheit

gegeben wird, dann in folgender Weise:

Erstens—Bewegliches Eigenthnm, das sich unter der Hand wegschaffen läßt, soll dadurch mit Beschlagnahme belegt werden, daß der Constable dasselbe in seinen Besitz nimmt.

Zweitens—Schulden, Guthaben und andere vorhandene Gegenstände, die sich nicht unter der Hand wegschaffen lassen, sollen in der Weise mit Beschlag belegt werden, daß man bei dem Schuldner, oder demjenigen, welcher solche Guthaben in seinem Besitze oder unter seiner Obhut hat, oder bei seinem Sachwalter eine Abschrift des Beschlagnahme-Befehles hinterläßt, nebst einer Anzeige, daß der Betrag, den er dem Beklagten schuldet, oder das Guthaben, oder anderes beanspruchtes Eigenthum, oder bewegliches Eigenthum, das sich in seinem Besitze oder unter seiner Obhut befindet und dem Beklagten gehört, krast des genannten Befehles mit Beschlag belegt sind. Jede Corporation, wenn nicht eine Municipal-Corporation, Sheriff, Constable oder Vertrauensmann kann unter den Bestimmungen dieses Abschnittes sequestrirt werden.

Abschnitt 9. Jede Person, welcher, wie in vorstehendem ke" des " ' ' Abschnitte bestimmt, eine Anzeige zugegangen, kann alle dem eque r,r en. H^lagMj schuldigen Gelder, oder bewegliches Eigenthum, oder beanspruchtes Eigenthum, das dem Beklagten gehört, und sich in ihrem Besitze oder unter ihrer Obhut befindet, an den Constable ausliefern, in dessen Händen sich der Beschlagnahme-Befehl befindet, und dessen Empfangsbescheinigung dafür soll genügender Beweis solcher Uebergabe sein. Wenn eine solche Ablieferung nicht erfolgt, so soll der Sequestrirte dem Kläger für den Betrag aller Schulden, Eigenthum oder anderer vorhandenen Gegenstände verantwortlich sein, für die er andernfalls dem Beklagten verantwortlich sein würde, bis die Beschlagnahme aufgehoben oder dem Urtheile, abgegeben in dem betreffendem Falle, Genüze geleistet worden.

Abschnitt 10. Jede so sequestrirte Person soll verpflich- ^sm„ tet sein, vor dem Friedensrichter, der den Beschlagnahme-BefehlEid, erlassen, an dem in der an ihn ergangenen Vorladung bestimmten Orte zur angegebenen Zeit zu erscheinen, um unter Eid verhört zu werden über seine Schuld an den Beklagten, oder das persönliche Eigenthum oder andere vorhandene Gegenstände, die zur Zeit als ihm solche Anzeige gemacht wurde, in seinem Besitze waren oder seitdem in seinen Besitz gekommen, und die dem in der Beschlagnahme genannten Beklagten gehören. Nach vorgenommenem Verhöre kann der Friedensrichter anordnen, daß das Eigenthum oder andere Gegenstände, welche dem Beklagten gehören, und die sich unter Aufficht oder Obhut des Sequestrirten befinden, an den Constable, in dessen Händen sich der Beschlagnahme-Befehl befindet, auf solche Bedingungen hin ausgeliefert werden, wie er für angemessen erachten mag. Wenn sich solches Eigenthum nicht ausliefern läßt, dann soll eine Liste desselben an den Constable gegeben werden, der es auf dem BeschlagnahmeBefehl zu verzeichnen hat.

Abschnitt 11. Der Constable hat ein umfassendes und vollständiges Jnventar des von ihm mit Beschlag belegten Eigen- Inventar, thums anzufertigen und dasselbe an den Friedensrichter, der den Beschlagnahme-Befehl erlassen, einzureichen. Um es ihm zu ermöglichen, einen solchen Bericht über beanspruchtes Eigenthum und über Guthaben, die der Sequestrirte dem Beklagten schuldigt, anzufertigen, soll er zur Zeit wenn er den Beschlagnahme-Befehl vorweist und die in Abschnitt neun (9) dieses Gesetzes vorgesehene Anzeige macht, die Partei, welche das Guthaben schuldet, oder im Besitze von beanspruchtem Eigenthum des im BeschlagnahmeFalle Beklagten ist, auffordern, ihm unter Eid eme schriftliche Angabe zu machen über das dem im Beschlagnahmefalle Beklagten schuldige Guthaben und des ihm zu gehörenden Eigenthums, das » sich in seinem Besitze oder unter seiner Obhut befinden mag.

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Wenn eine derartige Angabe verweigert wird, soll der Constable bei Rückberichtung des Befehls die Thatsache einer solchen Weigerung angeben.

Abschnitt 12. Wenn irgend eine andere Person als der im Beschlagnahmefalle Beklagte beansprucht, das mit Beschlag belegte Eigenthum oder irgend einen Theil desselben zu eignen oder zu dessen Besitz berechtigt zu sein, so kann er zu irgend einer Zeit, ehe der Fall zur Verhandlung kommt, seine beschworene Aussage beim Friedensrichter hinterlegen, worin er seinen Anspruch geltend macht mit genauer Angabe desjenigen Eigenthumes, das er beansprucht. Nach Einreichung einer derartigen beschworenen Aussage soll der Friedensrichter Ort und Zeit bestimmen zur Verhandlung über Anrecht auf das Eigenthum, die aber innerhalb fünf Tagen vom Tage der Einreichung einer solchen beschworenen Aussage an gerechnet, stattfinden soll. Wenn möglich soll dem die Beschlagnahme veranlassenden Gläubiger sowie dem Schuldner schriftliche Kenntniß von dem zu verhandelnden Ansprnche gegeben werden. Jn allen derartigen Fällen, wo nach stattgefundener Verhandlung es sich herausstellt, daß der Beanspruchende zu dem Eigenthum berechtigt ist, soll der dem Beanspruchenden in Folge der Beschlagnahme verursachte Schaden vom Gerichte oder durch Geschworene abgeschätzt werden und der Beanspruchende soll Vergütung seiner Kosten durch den Beschlag erhebenden Gläubiger erhalten. Fällt das Urtheil zu Gunsten des Beschlag erhebenden Gläubigers aus, so soll er zur Vergütung der Kosten durch den Ansprucherhebenden berechtigt sein.

Abschnitt 13. Wenn der Beklagte oder Jemand an seiner Statt das mit Beschlag belegte Eigenthum, kraft eines Gesetzes dieses Staates, als von Pfändung frei beansprucht und der beschlagnehmende Gläubiger stellt in Abrede, daß das Eigenthum derart frei fei, so sollen die in vorhergehendem Abschnitte festgesetzten Verhandlungen stattfinden, um das Recht der Pfandfreiheit festzuftellen.

Abschnitt 14. Wenn dem Kläger die Schuld oder ein Theil derselben zugesprochen wird, soll der Friedensrichter dem Constable einen Verkaufsbefehl zuftellen, worin er ihn anweist, die Schuld aus dem von ihm mit Beschlag belegten Eigenthum zu tilgen, soweit dies hinreichen mag. Falls aber das mit Beschlag belegte Eigenthum nicht ausreicht um die Schuld zu tilgen, dann soll der Friedensrichter einen Pfändungsbefehl wie

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