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Abschnitt 18. Es soll die Pflicht des Wafserbevollmäch- P^.^ !gten sein, das Wasser aus den natürlichen Flüssen und Bächen ,'ines Distriktes in die verschiedenen Graben zu vertheilen, die Vasser aus solchen Flüssen und Bächen erhalten, und zwar bezieungsweise nach dem Prioritätsrechte eines Jeden. Er soll ?rner die Hauptschleußen, die am Stromgebiete seines Distriktes «gebracht sein mögen, ganz oder theilweise schließen, oder durch inen eingeschworenen Hülsssherifs oder Constabler des County, n welchem solche Schleußen belegen sind, schließen lassen, die, lenn Wassermangel eintreten sollte, nicht zu Wasser berechtigt mren, weil Andere unterhalb ihnen am gleichen Wassergebiet gelegene das Prioritätsrecht auf das Wasser haben.

Abschnitt 19. Dem Distriktgerichte des betreffenden Bewgmbder^ lounty ist anmit die ausschließliche Macht gegeben, alle Fragen ,ezüglich des Vorrechtes auf Wasser zwischen Grabengesellschaften md andern Eigenthümern von Graben, ine zu Berieselungswecken Wasser aus dem gleichen Wassergebiet beziehen, innerhalb ,es gleichen Wasserdistriktes zu erledigen und entscheiden, ebenso ,lle Gesetz- und Rechtsfragen, die daraus entstehen mögen, oder n irgend einer Weise damit in Verbindung stehen oder darauf öezug haben. Wenn aber ein Wasserdistrikt sich über zwei oder nehrere Counties ausdehnt, so soll das Distriktgericht des County, n welchem der erste regelmäßige Termin nach dem ersten Decem,er eines jeden Jahres zuerst stattfindet, wie dies unter dem dann iestehenden Gefetze vorgeschrieben, das betreffende Gericht sein, n welchem die Verhandlungen für die später vorgeschriebenen Zwecke stattfinden sollen. Wenn aber die Verhandlungen erstnals durch Eintragung eines Erlasses, unter welchem ein Schiedsrichter ernannt wird, begonnen wurden, in der später in Ziesem Gesetze zu dem Zwecke vorgeschriebenen Weise, soll dieses Bericht ausschließliche Befugniß über die ganze Angelegenheit ins zu ihrem endgültigen Austrage haben, ohne daß irgend ein Gesetz, welches'anderweitige Bestimmungen enthalten sollte, dabei in Betracht kommen könnte.

Abschnitt20. Der Richter des Distriktgerichtes, welches Schiedsrichter zu dem in diesem Gesetze vorgesehenen Zwecke Machtbefugniß über irgend einen Wasserdistrikt hat, soll an oder vor dem fünften Juli A. 1879 mittelst vom Schreiber des Distriktgerichtes einzutragenden Erlasses eine passende und fähige Persönlichkeit als Schiedsrichter des genannten Gerichtes ernennen um Zeug

niß und Beweise in solchem Wasserdistrikte aufzunehmen. Dieser Schiedsrichter soll einen von ihm unterzeichneten und beim Schreiber des Gerichtes hinterlegten schriftlichen Eid ablegen, dem Jnhalte nach gleich dem von Beamten unter dem Gesetze ab zulegenden, worauf ihm eine beglaubigte Abschrift des Gerichts erlasses zuzustellen ist. Er soll sodann unverzüglich durch gedruckte Anschlagezettel, die an mindestens zehn öffentlichen Plätzen im Wasserdistrikte anzufchlagen find, und ferner durch Veröffentlichung während mindestens vier Wochen in einer Zeitung in jedem der Counties, die zu seinem Wasserdistrikte gehören, Ort uud Zeit bekannt machen, wann und wo der Schiedsrichter Beweise in Bezug auf das Vorrecht zu allen Graben im Distrikte aufnehmen und bescheinigen will. Diese Bekanntmachung und Veröffentlichung in den Zeitungen muß mindestens vier Wochen vor der zur Aufnahme von Beweisen festgesetzten Zeit erfolgen, und alle in der Sache betheiligten Personen müssen aufgefordert werden sich einzufinden und Beweise für ihre Ansprüche beizubringen. Die Auswahl und Anzahl der Orte soll derart sein, wie sie nach Ansicht des Schiedsrichters für die Bequemlichkeit der Bewohner des Distriktes die geeignetste sein mag. Der Schiedsrichter soll sich zu der in der Bekanntmachung festgesetzten Zeit an dem angegebenen Platze einfinden und mit der Aufnahme von Beweisen in Bezug auf das Vorrecht eines jeden Distriktgrabens oder Reservoirs beginnen, wie diese vorgebracht werden mögen.

Abschnitt 21. Alle betheiligten Personen oder CorporaEr^chewenvor tionen, oder Solche, die ein Jnteresse in einem Graben oder "" einem Reservoir zu haben vorgeben, sollen persönlich oder durch ihre Anwälte oder Sachwalter vor dem Schiedsrichter an einem oder mehreren der von ihm angegebenen Orte zur bestimmten Zeit zu erscheinen und sollen berechtigt sein, irgend welche und alle Beweise vorzubringen, die sie in ihrem Jnteresse als angebracht erachten mögen. Der Schiedsrichter soll die Befugnis besitzen, Eide abzunehmen und Vorladungen für Zeugen und Verhaftsvorladungen zu erlassen, welche von irgend einem Sheriff, Gehülfssheriff oder Constabler oder von irgend jemand Anderem ausgeführt werden können, und er kann von dem Zeugen verlangen, daß er sich an irgend einem der von ihm, wie Eingang« erwähnt, festgestellten Plätze einfinde. Er kann alle Zeugen durch die Partei, welche einen solchen Zeugen vorladen ließ, oder deren Anwalt verhören lassen. Der Zeuge soll durch irgend eine Partei, welche ein Jnteresse in der vorliegenden Frage zu haben vorgibt, einem Kreuzverhör unterworfen werden. Der Schiedsrichter hat die Zeugenaussagen niederzufchreiben und ebenso alle Einwände zu verzeichnen, die gegen die Aussagen eines Zeugen oder gegen einen Theil derselben erhoben werden mögen, nebst dem Grund, der für einen solchen Einwand angegeben werden mag, und soll überhaupt gerade so verfahren, wie in andern Fällen betreffs Aufnahme von Zeugenaussagen. Er soll alle Bücher und Schriftstücke bescheinigen, die von irgend Jemandem in seiner eigenen Angelegenheit vorgebracht werden und dieselben zufammen mit den in Bezug darauf gemachten Zeugenaussagen einsenden. Jm Falle als Beweise vorgelegte Bücher und Schriftstücke sich nicht unter der Coutrolle dessen befinden, der sie als Beweisstücke vorzubringen sucht, soll der Schiedsrichter eine getreue Abschrift aller gewünschten Theile anfertigen und beglaubigen, und solche Abschriften nebst den Beweisen in Bezug auf die Bücher und Schriftstücke als einen Theil der Beweisstücke im betreffenden Falle einreichen.

Abschnitt 22. Wenn der Beweis beigebracht werden soll, Bewege daß die Bekanntmachung von Ort und Zeit für Entgegennahme von schriftlichen Zeugnissen und Beweisen, wie vorgeschrieben, durch den Schiedsrichter erfolgte, dann hat der Schiedsrichter eine beschworene Aussage zu machen, worin er eine genaue Abschrift solcher Bekanntmachung gibt, wie, wann, für welchen Zeitraum und wo dieselbe angeschlagen und veröffentlicht worden; ebenso die Bescheinigung des Herausgebers einer Zeitung, in welcher sie veröffentlicht worden, worin angegeben ist, wann und wie lange dieselbe veröffentlicht worden und die Anzahl der Veröffentlichungen in der betreffenden Zeitung.

Die Druckergebühren für Veröffentlichung dieser Bekanntmachung sollen die gleichen sein, wie sie jetzt bereits gesetzlich festgesetzt sind oder später gesetzlich erlaubt werden mögen für Veröffentlichung von Bekanntmachungen im Falle von Beschlagnahmen in Counties jener Klasse, in welcher die genannte Zeitung veröffentlicht werden mag. Die Bezahlung hat durch das County zu geschehen in welchem die Zeitung erscheint, und soll vom Countyrathe gutgeheißen werden, wenn der Herausgeber eine eidlich erhärtete Bescheinigung darüber ausstellt.

Weigerung Bücher vorzulegen.

Schiedsrichter soll Zeugen verhören.

Störung der

Abschnitt 23. Wenn eine Person oder Corporation sich mit Willen weigert, irgend welche Bücher oder Schriftstücke, die zur Durchsicht erforderlich sein mögen, vorzulegen, oder Abschriften derselben anzufertigen, wenn es in ihrer Macht liegt, es zu thun, so soll ihr bei der endgültigen Entscheidung des Gerichtes kein Zeugniß oder Beweisstück zu Gute kommen, falls der Richter davon überzeugt ist, daß nach allen vorliegenden Beweisen die Weigerung mit Willen geschah.

Abschnitt 24. Der Schiedsrichter soll gleichfalls alle Zeugen zu seiner eigenen Genugthuung bezüglich aller in Frage stehender Punkte vernehmen; auch soll er, soweit dies möglich ist, den Tag ausfindig machen, an welchem mit der Herstellung eines solchen Grabens begonnen wurde, nebst der ursprünglichen Größe und Lage desselben, dem Datum und Umfang einer jeden Vergrößerung, dem Wassergehalt des Grabens, der Zeit, die zu seiner Herstellung oder Vergrößerung verwendet wurde, dem Eifer, mit welchem die Arbeit betrieben wurde, der Beschaffenheit der Arbeit bezüglich der Schwierigkeiten in der Construktion, und solch andere Thatsachen, die geeignet sein mögen um zu zeigen, ob dem Gesetze bei Erlangung des Vorrechtes, das für einen solchen Graben beansprucht wird, entsprochen wurde. Auf alle so erlangte Angaben hin soll das Gericht die Vorrechtsreihenfolge unter allen Graben festsetzen, ebenso den gesetzlich zuftehenden Wasserumfang, sowohl bei dem ursprünglichen Bau als der spätern Vergrößerung des Grabens, nnd die Zeit, wenn die verschiedenen Verwilligungen sowohl bei der Herstellung als auch bei der Vergrößerung in Kraft treten.

Abschnitt 25. Wer zur Zeit, wenn ein solcher Schiedsrichter mit der Entgegennahme von Beweisen beschäftigt ist, die Verhandlungen absichtlich stört, oder wer sich absichtlich weigert oder verabsäumt einer von einem Schiedsrichter erlassenen Vorladung Folge zu leisten, nachdem ihm die gesetzlichen Gebühren für sein Erscheinen vor einem solchen Schiedsrichter angeboten worden, macht sich einer Mißachtung schuldig, und kann auf eidlich eingereichte Beschwerde des Schiedsrichters oder einer andern Person hin vor dem Distriktgerichte oder dem Richter desselben, vor das Gericht oder den Richter gebracht und mit ihm wie in andern Fällen wegen Mißachtung des Gerichtes verfahren werden.

Abschnitt 26. Jeder vorgebrachte Zeuge oder jeder vom Schiedsrichter vorgeladene und vor ihm erschienene Zeuge soll zu Gebühren, den gleichen Gebühren und Meilengeldern berechtigt sein, wie Zeugen vor dem Distriktgerichte in Counties erster Klasse. Diese Gebühren sind von dem Theile, der sein Zeugniß verlangt, zu entrichten.

Abschnitts?. Der Schiedsrichter soll alles Zeugniß entgegennehmen, das angeboten werden mag. Zu diesem Zwecke soll er allen Parteien entsprechende Gelegenheit geben gehört zu werden und mag, wennimmer die Zeit an einem Platze abgelaufen ist, die weitere Aufnahme von Zeugenaussagen nach dem nächsten Platze vertagen, wie dieser in der gedruckten Bekanntmachung bestimmt ist; und am letzten Platze mag er so lange verweilen, bis alle Zeugenaussagen gemacht sind, oder aber er kann weitere Tagfahrten an einem der früheren Plätze anberaumen oder an solch andern Plätzen, wie sie allen Betheiligten am gelegensten sein mögen, wovon er entsprechende Kenntniß zu geben hat. Nach Schluß des Zeugenverhörs soll er die Zeugenaussagen nebst einem Auszug derselben zum Gebrauche des Gerichtes, nebst seinem Bericht über hen Befund in der Angelegenheit einsenden, damit das Gericht ersehen kann, in wie weit er den hierin enthaltenen Bestimmungen nachgekommen. Auch soll er den Richter, wenn das Gericht nicht in Sitzung ist, von der Einreichung seines Berichtes in Kenntniß setzen.

Abschnitt 28. Jede Person, Gesellschaft oder Corpora- ^ ^. tion, die verfehlt, verabsäumt oder sich weigert vor dem Schieds- erschiene„/ richter zu erscheinen an dem von ihm festgesetzten Orte und zur bestimmten Zeit, und Beweise für ihre Ansprüche vor demselben vorzubringen, soll für immer ihres Rechtes verluftig gehen auf irgend einen Anspruch auf Vorrecht, jedem andern Ansprucherhebenden gegenüber, der vor einem solchen Schiedsrichter erschien und seine Ansprüche geltend machte; es sei denn, daß dem Gerichte oder dem Richter vor welchem die Sache schwebt, vor endgültigem Anstrag derselben genügende Gründe vorgebracht werden, auf welche hin der Richter einen Erlaß an alle Betheiligten, die vor dem Schiedsrichter ihr Zeugniß abgegeben haben, ergehen läßt, worin die ihnen zu machende Kenntnißnahme zu bestimmen ist, um die Zeugenaussagen entgegenzunehmen. Alle aus einem solchen Gesuche erwachsenden Kosten sind durch den Bittsteller zu decken, und das Gericht, oder während der Gerichtsferien der Richter, kann jederzeit Bürgschaft für die

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